Donnerstag, 21. September 2017

„Stimmen aus Syrien“: Syriens Krieg für die Menschheit


Präsentation von GlobalResearch des Buches von
Mark Taliano 

Online-Bestellung HIER.

20. September 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Mark Taliano ist Autor und ein unabhängiger investigativer Reporter, der 2016 durch Syrien reiste mit der Dritten Internationalen Friedenstour durch Syrien. In seinem Buch verbindet er jahrelange Untersuchungen mit Beobachtungen vor Ort, um eine informierte und gut dokumentierte Analyse bietet und die Mainstream-Märchen über den schmutzigen Krieg in Syrien zurückweist.

Das Volk steht hinter al-Assad

VORWORT:

Die Syrische Arabische Republik (Syrien) ist ein altes, heiliges Land, umgeben von Ländern, die Terroristen unterstützen, die das Land zerstören wollen. Diese Lnder werden ihrerseits von der US-geführten Nordatlantischen Verteidigungs-Organisation (NATO) unterstützt werden.

Die säkulare Regierung von Syrien wird von Bashar al-Assad geführt, ihr gewählter Präsident. Al-Assad ist progressive und zukunftsweisend. Die Terroristen, die Teile des Landes invadiert und besetzt haben, sind weder progressiv noch zukunftsweisend, und die meisten Syrer sind glücklich, sie loszuwerden. Bevor der von außen orchestrierte und ausgeführte Krieg in Syrien begann, war Syrien ür Besuche eins der sichersten Länder in der Welt.

Jetzt, wo der West die Terroristen ins Land geschickt hat und illegale Sanktionen dem Land auferlegt hat, sind die Menschen trotzig. Die Zukunft des Landes liegt in ihrer Hand laut dem internationalen Gesetz. Sie werden sich nicht kolonisieren lassen. Ihr Trotz wird leicht erregt, dank der illegalen vom Westen gestützten „Oposition“.

Keiner der „oponierenden“ Terroristen ist moderat. Sie schlachten gleicherweise Christen und Minoritäten und Moslems. Sie wollen alles ausradieren, um ihre extremistische, Wahhabi-Ideologie durchzusetzen und um die Geschichte und das Volk Syriens auszuwischen.

Der Autor Mark Taliano

Das historische Gedächtnis lehrt uns, dass die Benutzung von stllvertretenden Söldnern des Westens nicht neu ist. Der Westen hat eine Reihe von Länder in schneller Abfolge seit dem 11. September 2001 zerstört, wie Afghanistan, Irak und Libyen, alle mit Absicht und immer mit Hilfe von Söldnern vor Ort.

Aber Syrien hat starke Institutionen und starke Alliierte. Es wird siegreich sein zum Wohle der Syrer und der Menschheit. 

Nie mehr Faschismus!? Wir stecken doch mitten drin!

Dieser Artikel wurde vor fast 10 Jahren geschrieben. Manchen Leuten schien er damals übertrieben, doch die Wirklichkeit zeigt uns, dass er eher noch untertrieben war. Da ja unterdessen viele neue und vor allem auch jüngere Leser hier dazugekommen ist, halte ich es für wichtig, diesen Artikel wieder einmal aufzulegen.

Nie mehr Faschismus!? Wir stecken doch mitten drin!

AUTOR:  Einar SCHLERETH
Angesichts des national-sozialistischen und faschistischen Phänomens waren sich Intellektuelle des linken, aber auch des linksliberalen Spektrums nicht nur darüber im klaren, dass es so oder in ähnlicher Form auch in anderen Ländern hätte auftreten können, sondern auch – bei Bedarf – wieder auftreten könnte. Bei Bedarf bedeutet, wenn die herrschende monopolkapitalistisch-imperialistische Klasse sich und ihre Privilegien hinlänglich bedroht fühlt, um auf diese oder ähnliche Methoden glaubt zurückgreifen zu müssen. Der ständig gehörte Warnruf ”Nie mehr Faschismus!” hatte allerdings zur Folge, dass man wie hypnotisiert auf das Auftauchen von Hakenkreuzen, nationalsozialistischen Schlagworten und skinheads starrte und dabei nicht bemerkte, wie sich de facto der ”Faschismus” abermals breitmachte und mittlerweile mitten unter uns fest etabliert ist. Und mit ”mitten unter uns” meine ich den ”freien” Westen bzw. die hochindustrialisierten Länder unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). [1]
Um Irrtümer auszuschließen, möchte ich die gängige bürgerliche Definition von Faschismus nach Meyers Großes Taschenlexikon von 1987  zitieren: ”Die Ideologie war  gekennzeichnet durch Antimarxismus, Antiliberalismus, Militarismus und übersteigerten Nationalismus.” Laut derselben Quelle ”bildet der Faschismus nach marxistischer Auffassung eine in bürgerlichen Demokratien in ökonomischen oder politischen Krisenlagen angewandte neuartige Form politischer Herrschaft. Der Faschismus ermöglicht die Zerschlagung der Arbeiterparteien und der Gewerkschaften, Senkung der Lohnkosten und Erhöhung der Rentabilität”. Ein weiteres Kennzeichen von Faschismus seien Führerprinzip, Massenpartei, Einparteienstaat. Doch ist dies, wie sich zeigen wird, von sekundärer Bedeutung. Es geht durchaus auch ohne, und die USA sind dafür das beste Beispiel. Nicht umsonst sah Hitler in den USA in vieler Hinsicht ein Vorbild.
Hier ein liquidiertes Foto!

"Es ist kein Faschismus wenn wir das machen" (Plakat der British National Party gegen die Labour)

Die USA sind neben Russland und Australien (Kanada als quasi 51. Bundesstaat der USA muss man nicht extra anführen) das Land, das nach den Umwälzungen  des 1. und 2. Weltkrieges nicht entkolonialisiert wurde. Der Grund ist einfach: Die armen, entrechteten, zum Teil religiös verfolgten Menschen des Alten Kontinents widmeten sich in jahrhunderterlanger Handarbeit mit solcher Hingabe der Ausrottung der rechtmäßigen Besitzer des Neuen Kontinents, dass kaum welche übrigblieben. Sie konnten sich somit einen ganzen Kontinent einverleiben, d.h. auf gut deutsch stehlen. Wie sich ein Staat fortgesetzt und ungestraft einem Holocaust widmen und sich gleichzeitig als Demokratie und Rechtsstaat feiern lassen kann, gehört zu den großen Rätseln der Geschichte.
Im übrigen ist Holocaust für die Vernichtung ungezählter indianischer Völker nicht meine Formulierung, sondern die Leslie Marmon Silkes, Autorin indianischer Abstammung von ”Almanach der Toten[2]. Als Leslie Marmon Silko  bei ihrer Lesung in Hamburg von einer – natürlich weißen – Hörerin in der anschließenden Diskussion wegen ihrer unzulässigen Formulierung angegriffen wurde, fragte sie nur: ”Warum, weil wir Rote sind?”
Aber so ist es: Jedefrau/jederman, die/der Kritik an den USA übt, muss mit Angriffen, Verleumdung, Totschweigen oder gar dem Schlimmsten rechnen. Rolf Winter, ehemaliger Chefredakteur von Stern und Geo, schrieb das Buch ”Ami go Home – Plädoyer für den Abschied von einem gewalttätigen Land[3], in dem er faktenreich belegte, dass die USA ”von Haus aus gewalttätig” sind. In einer öffentlichen Diskussion in Hamburg entblödete sich der ehemalige Hamburger Bürgermeister Schulz nicht, die wöchentlichen 5 Teller und den Schokoladenriegel bei der Schulspeisung nach dem Krieg für die Güte der USA anzuführen. Auf sachliche Kritik ließ er sich natürlich nicht ein. Er nicht und auch sonst niemand. Das Buch wurde von den Medien im wesentlichen tot geschwiegen. Verkauft wurde es trotzdem gut.

Und damit sind wir bei zwei Schlüsselbegriffen: die Medien und ihre staatstragende Rolle und Trotzdem. Das trotzdem, das gegen den Staat, gegen die Gewalt, gegen die Justiz, gegen die Kirche, gegen Uni und Schule und – oft genug – gegen die Eltern immer wieder einmal einen Hoffnungsschimmer aufblitzen lässt (die Befreiungsbewegungen in der 3. Welt, 1968, die heutige weltweite Anti-Globalisierungsbewegung etc.).




Miglieder der ultrarechten flämischen Partei Vlaams Belang demonstrieren in Köln gegen eine Antifa-Demo, die selber gegen eine anti-islamische Demo gerichtet war. Die Anti-Antifaschisten meinen, sie seien die echten Antifaschisten... Was Ignazio Silone betrifft, war er in der Tat ein sehr seltsamer "Sozialist": in seinen jungen Jahren als Sozialist und später Kommunist, war er gleichzeitig Polizeispitzel. In seinen späteren Jahren, als "freier Sozialist", war er Vorsitzender der Italienischen Vereinigung für die Freiheit der Kultur (die italienische Branche des antikommunistischen Kongresses für kulturelle Freiheit)  von 1952 bis 1969, und Leiter der Zeitschrift Tempo Presente (italienisches Pendant zu Der Monat in Westdeutschland). Beide waren von der CIA finanziert und kontrolliert...
Den Massenmedien – insbesondere Presse, Rundfunk und Fernsehen - wird einer verbreiteten Auffassung zufolge eine Art Gegengewicht zur staatlichen Allmacht zugesprochen. Jedoch ist diese Auffassung seit langem und immer wieder als Mythos entlarvt worden. Um nur einige Beispiele zu nennen: Schon 1866 hat ein Heinrich Wuttke das Buch mit dem Titel ”Die deutschen Zeitschriften und die Entstehung der öffentlichen Meinung[4] veröffentlicht, in dem er die Fäulnis der deutschen und österreichischen Presse und ihre Verbindung mit der Reklame bloβlegte. 1918 schrieb Upton Sinclair sein monumentales Werk ”Brass Check”, das 1919 veröffentlicht und binnen eines Jahres mit 310 000 Expl. verkauft wurde. Und verkauft wurde es, obwohl es ebenso wie sein früheres Werk ”The Profits of Religion” von der gesamten amerikanischen Presse totgeschwiegen wurde. ”Brass Check” wurde von Prof. Dr. J. Singer ins Deutsche übersetzt und 1921 in (der Not gehorchend) gekürzter Form unter dem Titel ”Der Sündenlohn” ebenfalls in Leipzig veröffentlicht. Zum Erfolg oder Misserfolg dieser Auflage kann ich nichts sagen, nur so viel: Obwohl die hohen amerikanischen Auflagen zeigen, dass das Buch quasi im Untergrund eifrig gelesen wurde, ist es bis heute beiderseits des Atlantik auch unter Intellektuellen so gut wie unbekannt.
Danach riss der Strom der radikalen Medienkritik nicht mehr ab. Zu den bedeutendsten Kritikern zählen Günter Anders, Noam Chomsky, Eduardo Galeano, John Pilger, Neil Postman u.v.a.m.[5]
Doch die Realität zeigt, dass die alternativen Medien, in denen der Wahrheit eine Chance gegeben wurde (und wird), zu allen Zeiten nur von marginaler Bedeutung waren (und sind). Die seit über 100 Jahren bestehenden Medienmonopole (die Hearst, Huck, Hugo Stinnes, Springer, Murdoch & Co) haben mit Gottes und vor allem des Staates Hilfe und mit den Methoden des Verleumdens, Verschweigens, des Erpressens, des Mordes und Totschlags alle oppositionellen Meinungen ausgeschaltet, unschädlich oder unwirksam und ineffektiv gemacht.

Berlusconi, gesehen von
paolo lombardi (5 ist der Name eines seiner Fernsehkanäle)
Einmal jedoch kam es zu einem qualitativen Sprung. Nach der russischen Oktoberrevolution hat es in Europa und vielen anderen Ländern der Welt Ansätze für eine echte Opposition und eine echte, ernst zu nehmende alternative Medienlandschaft gegeben (in Deutschland etwa der ”Münzenbergkonzern”). Dies geschah allerdings in Verbindung mit oppositionellen Massenbewegungen, die in Deutschland besonders stark wurden. Und damit war die oben genannte Krisensituation gegeben.
Die internationale Bourgeoisie (d.h. Hochfinanz und Industrie von Wallstreet und Ford bis zu den deutschen Chemie-, Stahl- und Finanzmagnaten) in Vereinigung mit Hochadel und Kleinbürgertum züchteten sich den Anstreicher aus Österreich heran (in Italien waren es Mussolini, in Spanien Franco, in Portugal Salazar), der sodann mit Lüge, Heuchelei, Verleumdung, Drohungen und vor allem mit beispiellosem Terror (der von der Weimarer Republik geduldet wurde) die deutsche arbeitende Bevölkerung mürbe klopfte. Und trotzdem hat er bei den letzten ”freien” Wahlen 1932 eine empfindliche Niederlage erlitten (zwei Millionen Stimmenverluste), und um ein Haar wären ihm die Zügel aus der Hand geglitten. Retter in der Not war Hindenburg, der diesem hergelaufenen Kriminellen die Kanzlerschaft übertrug.
Wie bekannt, löste er das Problem der Opposition mit Mord, Totschlag, KZs und Massenvernichtung. Hätte er sich allerdings seinem Auftrag gemäß allein der Vernichtung der Sowjetunion und der KP gewidmet, kein Hahn hätte nach den Millionen Juden, Demokraten, Zigeunern, Schwulen und Kommunisten gekräht.
Am Ende des 2. Weltkriegs standen die USA im ”freien Westen” als die ökonomisch und politisch bestimmende Macht und weltpolitisch als Supermacht da.[6] Und fortan wurden die völlig anderen Methoden der Machtausübung angewandt, die sich in den USA seit langem bewährt hatten. Dort wurden seit je alle oppositionellen Organisationen, ob politischer, gewerkschaftlicher, ethnischer oder kultureller Art gründlich überwacht und unterwandert. Begabte und fähige Führer wurden nach Möglichkeit ”eingekauft” oder unter fadenscheinigen Gründen angeklagt, eingelocht oder ermordet. Zu den berühmten Morden gehören ”Häuptling Büffelkind Langspeer”[7], der erste indianische Absolvent von West Point, der hochdekoriert aus dem 1. Weltkrieg heimkehrte, die Geschichte seines Lebens und seines Volkes schrieb und den Kampf für die Rechte seines Volkes aufnahm; Joe Hill, der engagierte Sänger schwedischer Abstammung; Sacco und Vanzetti, Martin Luther King, um nur einige zu nennen. Im Übrigen kommen einer kürzlichen Untersuchung zufolge noch heute in den USA auf zehn Todesurteile sieben Justizmorde.
Andererseits haben die Medien in den USA immer eine enorme Macht ausgeübt, eine Macht im Dienste des Staates. Das amerikanische Volk wird einer ständigen, unermüdlichen Gehirnwäsche ausgesetzt, deren Ziel die Ausschaltung jeder selbständigen Gehirntätigkeit ist. Der Mixtur des Waschpulvers wird eine gehörige Portion Bibelextrakt, Weiß- und Weichmacher (dem jüdischen Volk abgeguckt): ”Wir sind Gottes auserwähltes Volk”. Das ist sehr praktisch, denn: Kann Gottes auserwählte Volk schlecht sein, etwas Schlechtes tun, überhaupt nur Schlechtes denken? Natürlich nicht.  ”Es ist völlig eindeutig, dass der Mythos der Einzigartigkeit den Mythos der Überlegenheit mit sich führte”, wie der Historiker Henry Steele Commager von der Columbia University , NY schreibt.[8] Und genau wie das Volk des Alten Testaments befindet sich das amerikanische Volk von Anbeginn auf dem Kriegspfad und rottete ein Volk nach dem anderen aus mit Frauen, Kindern, Alten – zur höheren Ehre Gottes, so wie es geschrieben steht. Der permanente Kriegszustand hält bis zum heutigen Tage an.

American Progress, Werk von John Gast (1872), eine Allegorie der "Manifest Destiny": Columbia, die Verkörperung der USA , führt die Zivilisation nach Westen an der Spitze der Siedler, indem sie Telegraphenlinien anlegt und dabei  wilde Tiere und Indianer in die Flucht treibt, die wahrscheinlich Angst vom Buch (Bibel, Verfassung, Strafgesetzbuch oder Liegenschaftsbuch?) haben, das sie hält.
Fast 300 Jahre währte allein der ”Krieg” gegen die Indianer. Ich zitiere nochmals Rolf Winter: ”Die Siedler – bis heute Helden der Nation und Vererbter ihrer Werte – zivilisierten mit der Waffe und verwirklichten die ”manifest destiny” (die offenkundige Fügung des Schicksals), nämlich den Halbkontinent zu durchdringen und in Besitz zu nehmen, mit kaltblütiger Entschlossenheit. Sie nahmen Hitler vorweg, dessen ”Vorsehung” eine späte Entsprechung der ”manifest destiny” und dessen barbarischer Umgang mit anderen Rassen eine Kopie der Behandlung der Indianer durch die weiβen Amerikaner waren. Sie ”schoben”, wie der französische Historiker de Riencourt schrieb, ”erbarmungslos alle Menschen zur Seite, die ihnen im Weg waren”, als wären sie schon zu den Texten von Naziliedern marschiert.” Und noch ein von Winter angeführtes Zitat: ”Es ist möglich, dass kein anderer Faktor einen so brutalisierenden Einfluss auf den amerikanischen Charakter hatte wie die Kriege gegen die Indianer. Die Normen dieser Kriege waren barbarischer als die der Kriege Westeuropas.”[9]
Das Fazit: Von den ca. 8 Millionen Indianern überlebten bei Kriegsende (1890) knappe 5%, genau genommen 360 000 Menschen.
Aber diese 300-jährigen Vernichtungs- und Raubfeldzüge waren noch lange nicht abgeschlossen, als die Gringos ihre begehrlichen Blicke schon auf das weitere Umfeld richteten und ”richtige” Kriege zu führen begannen. Im Mexikanischen Krieg (1846-48) beraubte man Mexiko eines Drittels seines Territoriums (seinerseits natürlich den Indianern von den Spaniern geraubt). In Auseinandersetzungen mit Spanien, Rußland und Großbritannien brachte man 1848 den südlichen Teil Oregons (das heutige Oregon, Washington, Idaho und Teile Montanas) an sich. 1819 wurde Florida den Spaniern ”abgenommen”. 1854 wurde Japan mit Gewalt dem amerikanischen Handel geöffnet. 1852 wurde die Monroe-Doktrin formuliert, die u.a. ganz Lateinamerika zum ”amerikanischen Hinterhof” erklärte, was ungezählte  amerikanische Interventionen zur Folge hatte. 1898 Krieg mit Spanien: Puerto Rico, die Philippinen, Guam werden annektiert, Kuba zum Protektorat erklärt. 1903 wurde Kolumbien Panama ”abgenommen” usw.
Im 1.  Und 2. Weltkrieg stärkten die USA ihre politische, militärische und ökonomische Vormachtstellung weiterhin. Und seit Ende des 2. Weltkrieges führten die USA in 70 Ländern äuβerst ernste Interventionen (bzw. Kriege) durch, u.a. in China, Korea, Vietnam und jüngst in Irak und Afghanistan, um nur die blutigsten zu nennen.[10]
Es dürfte schwierig sein, in der 400-jährigen Geschichte der Vereinigten Staaten (angefangen bei den Pilgrim Fathers) nur ein ganzes Jahr ohne Krieg zu finden. Winters Formulierung von der ”gewöhnlich friedensunfähigen Imperialmacht” ist also voll und ganz gerechtfertigt.
Als 1989 das seit 1918 ins Auge gefasste Ziel, die UdSSR zu zerstören, nach unzähligen Interventionen, Obstruktionen, Unterminierungen, Terroranschlägen, medialen Hetzkampagnen endlich erreicht war, nahmen die Eigenmächtigkeit, Selbstherrlichkeit, Arroganz, Drohungen, Gewalt-usübungen und Missachtung der Völkergemeinschaft monströse Formen an.
Zuallererst wurde im Handumdrehen ein neuer Weltfeind Nummer Eins geschaffen, ein neues ”Reich des Bösen” konstruiert – der Islam bzw. die Umma, i.e. die islamische Völkergemeinschaft. Der Antisemitismus wurde mal wieder ins System gesetzt (wer es nicht wissen sollte: die Araber sind Semiten und die Juden ein Brudervolk). Eine Hetzkampagne unvorstellbaren Ausmaßes wurde von den USA angekurbelt, in die so gut wie alles westlichen Medien unisono einstimmten.
Und 1991 war es so weit. Der erste Krieg konnte von Bush Senior in Gang gesetzt werden. Das Opfer hieß Saddam Hussein, den man direkt zuvor gegen den iranischen Erzfeind unterstützt hatte. Plötzlich ein Mann von Hitlers ”Format”, der gleichwohl dumm genug war, in das offene Messer der USA zu rennen. Er hatte die amerikanische Botschafterin  rufen lassen und auf den Busch geklopft, ob man in Washington etwas gegen die Besetzung Kuweits hätte. Die Antwort war: NEIN. Auch wenn diese Nachricht nur einmal über den Sender ging, um gleich darauf für immer zu verschwinden, so ist sie ja doch wohl in allen Staatskanzleien der Welt bekannt gewesen. Gleichwohl akzeptierten fast alle Staatsmänner und (fast) die gesamten Medien die Besetzung Kuweits als Kriegsgrund. Diese Lumperei unserer Staatsmänner und der Journaille spottet jeder Beschreibung, sollte aber bei weitem in der Haltung während und nach des Krieges und in der ”Kriegsbericht-Erstattung” übertroffen werden. Das war kein Krieg, sondern ein ferngelenktes Abschlachten von Soldaten und Zivilisten. Nichtsdestoweniger geiferten die ”Journalisten” und machten sich die Hosen nass vor Jubel über die ”Erfolge” und den ”Mut” der Gringo-Soldateska. Selbst ganz normale Menschen und sogenannte Linke wurden über Nacht zu glühenden Hurra-US-Patrioten.
Die USA konnten sich nach diesem Erfolg und der un-eingeschränkten Unterstützung durch die Staatengemeinschaft und die Kompradorenbourgeoisien der 3. Welt in Ruhe der Vorbereitung der nächsten Aufgaben widmen. Schlag auf Schlag wurden so ziemlich alle internationalen Verträge in den Papierkorb geworfen[11], die ihren Interessen im Weg standen. Figuren wie Brzezinski[12] legten die weitere Marschroute fest zur Festigung der absoluten Vormachtstellung der USA. Vor allem gelte es in Anbetracht der knapper werdenden Energievorräte die Kontrolle über die verbleibenden Ressourcen und ihre Zufahrtswege zu gewinnen. Insbesondere in Südamerika und in Zentralasien.
Die erste Option war der Balkan. Dort hatten sich alle ehemaligen Ostblockstaaten hurenhaft in die Arme des westlichen Kapitals und der NATO geworfen, alle – bis auf Jugoslawien. Die EU – allen voran Deutschland, das seit Jahren mit Hilfe der Ustascha Wühlarbeit betrieb – die USA und die NATO machten sich mit Feuereifer an die Zerschlagung Jugoslawiens und seiner demokratisch gewählten Regierung. Völkerrecht, UNO, Menschenrechte – alles wurde souverän beiseitegeschoben, abermals wurde die mediale Dampfwalze eingesetzt, um den Einsatz der US Airforce vorzubereiten. Und abermals lief alles wie am Schnürchen. Alle marschierten sie, endlich auch wieder die Deutschen, wofür die ehemaligen grünen Pazifisten gesorgt hatten. Jugoslawien wurde zerfetzt und 100 Jahre in die Vergangenheit gebombt, aber der Weg für die Pipeline zum Kaspischen Meer war frei. Für diese Freiheit lohnte es sich zu kämpfen.
Gleichzeitig eskalierten in Lateinamerika die politischen, sozialen und militärischen Auseinandersetzungen. Es brodelte von Mexiko bis Argentinien, und in jedem Topf hatten die USA wie seit Bolivars Zeiten ihre Finger.
Im Süden Kolumbiens wurden neue, extrem ergiebige Erdölquellen entdeckt, die jedoch dummerweise in dem von der FARC (der größten Befreiungsbewegung des Landes) kontrollierten Gebiet liegen. Also wird gegen die FARC, die seit 30 Jahren  die politische Unabhängigkeit von amerikanischer Bevormundung und soziale Gerechtigkeit erstrebt) eine Verleumdungskampagne gestartet und, schon in Clintons Amtsperiode, es wurde ein ”Carepaket” geschnürt, das Milliarden Dollars, avancierte Waffensysteme, Militärberater, Piloten enthält, vorgeblich zur Bekämpfung der Drogenmafia.
Es hat sich allerdings herumgesprochen, dass die Drogenmafia nur von sekundärer Bedeutung ist. Die wahrhaft Schuldigen sind die Konsumentenländer, d.h. die hochindustrialisierten Länder und allen voran die USA. Der sogenannte Krieg gegen die Drogen hat bis heute nicht die geringste Minderung des Drogenkonsums bewirkt, sondern das genaue Gegenteil. Es ist obendrein bekannt, dass die kolumbianische Regierung, ihre Totschlägerbanden und amerikanische Militärs tief in das Drogengeschäft verwickelt sind und außerdem zu den übelsten Menschenrechtsverletzern gehören. Aber die westliche Presse betet sklavisch nach, was die Pressesprecher des Weiβen Hauses und die CIA vorbeten. Und seither eskaliert der Krieg gegen das kolumbianische Volk, vor allem gegen die Ärmsten der Armen und gegen die Minoritäten (U´waa)[13] Tag für Tag.[14]
In Ecuador stürzte die starke CONAIE (Zusammenschluss der indianischen Völker) gemeinsam mit den verarmten Volksmassen und fortschrittlichen Militärs in einer friedlichen Revolution die Regierung, die den Ausverkauf des Landes an die USA betrieben hatte, und setzte einen Revolutionsausschuss ein. Kaum 24 Stunden danach muss dieser Ausschuss auf starken Druck der USA hin (welcher Art dieser Druck war, lässt sich denken) den Platz dem ehemaligen Vize-Präsidenten Noboa räumen, der die alte Politik fortsetzt.
In Bolivien wird die total verarmte Landbevölkerung in die nackte Verzweiflung getrieben. Die Protest- und Hungermärsche werden mit Kugeln und Folter beantwortet.
Argentinien wird von dem WMF in den Bankrott getrieben. Die ehemals starke Mittelschicht sinkt großenteils an den Rand des Existenzminimums. Drei Regierungen werden gestürzt, aber wie im Kasperltheater steht der Kasper immer wieder unbeschadet am alten Platz.
Mexiko wurde der NAFTA beigetreten[15] und die Volksmassen befinden sich in sozialer Hinsicht im freien Fall. Zu tausenden versuchen sie auf der Suche nach Arbeit die Mauer zu den USA zu überwinden, wobei viele den Tod finden. Von jenen Mauerschüssen darf natürlich nicht gesprochen werden.
Die Liste der vom US-Imperialismus betroffenen Länder könnte beliebig verlängert werden. Die einzigen Licht-blicke sind Kuba und vor allem auch Venezuela, wo bei den vergangenen Wahlen Chavez einen Erdrutschsieg gewann. Er hat endlich die seit 100 Jahren versprochene Bodenreform (neben vielen anderen Reformen) in Angriff genommen.
Natürlich schäumen die USA vor Wut und bereiten selbst-redend gewisse Maβnahmen vor. Nicht wenige Leute sagen Chavez das Schicksal Allendes voraus. Da aber Chavez wohl nicht so naiv wie Allende ist, scheint diese Art von Problemlösung mit gewissen Risiken verbunden zu sein.
Auf der anderen Seite des Erdballs, genauer in Zentralasien, geht gleichzeitig die Besitzergreifung lukrativer Ölfelder zielstrebig voran. Nur der künftige Abtransport stellte sich als problematisch heraus. Als der sicherste Weg für eine Pipeline wird – nach Regelung der Balkanfrage – die westliche Route vom Schwarzen Meer über Rumänien, Kosovo, Albanien angesehen. Die allerdings ist teuer. Die andere und billigere Alternative wäre die Route durch Afghanistan, wenn …. Tja, wenn dort ”vernünftige” Verhältnisse geschaffen werden könnten. Es wurde gesagt, dass die Erdölindustrie der amerikanischen Regierung eine Art von Ultimatum gestellt habe. Doch folgt man der Argumentation von Brzezinski, dann bedurfte es dessen nicht. Die Aufgabenstellungen von Regierung und Monopolen fallen zusammen, wie John Pilger meint. Jedenfalls bereiteten sich seit dem Jahr 2000 die amerikanischen Streitkräfte auf die Invasion Afghanistans vor.
Etwa gleichzeitig, wenn nicht früher, erfahren alle westlichen Geheimdienste von geplanten Terroranschlägen in den USA. Und damit beginnt eins der finstersten Kapitel in der Geschichte der USA. Man lässt die Terroristen gewähren, arbeitet möglicherweise mit ihnen zusammen. Wie und in welcher Form diese ”Zusammenarbeit” verlaufen ist, wird die Zukunft zeigen[16]. Denkbar ist, dass die Termine so abgestimmt wurden, dass sie mit der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte übereinstimmten. Die Geschichte wiederholt sich mal wieder. Auch von Pearl Harbour wusste der amerikanische Präsident Roosevelt und unternahm nichts[17]. Denn dadurch erhielt er den perfekten Vorwand für das Eingreifen in den 2. Weltkrieg.[18]
Unterdessen fanden ”Wahlen” in den USA statt. Waren diese schon immer eine Parodie auf Demokratie (mit knapp 50% Wahlbeteiligung und würdelosem Gebalge zwischen zwei Parteien, die kaum voneinander zu unterscheiden waren und sind, deren gemeinsamer Nenner jedenfalls immer die Millionärskandidaten sind.), so spotteten die vergangenen Wahlen jeder Beschreibung. Folgerichtig wird der ”Sieger” von denkenden Menschen nicht ”president elect” sondern ”president select” (der ausgewählte Präsident) genannt.
Der Herr ”Sieger” war nur wenige Monate im Amt, als man bereits begann, ihn auszuzählen. Die Wirtschaft befand sich auf rasanter Talfahrt, die sozialen Spannungen wuchsen, die Außenpolitik lag in Scherben und innenpolitisch waren die Wut und der Abscheu vor dem Usurpator am Überkochen.
Die Rettung war der 11. September. Davor hatten die Mammut-Geheimdienste der USA mit ihren Milliardenbudgets angeblich von nichts etwas gewusst, aber nun, knapp 48 Stunden danach kannte man plötzlich die Täter und auch den Drahtzieher und auch das Land, das ihn beherbergte und somit schuldig war[19]. Wie dem auch sei: Ein paar Wochen später setzte sich die gewaltigste Kriegsmaschinerie, die die Welt je gekannt hat, gegen das ärmste Land der Welt in Bewegung, gegen ein Land, das zudem 20 Jahre Krieg gegen eine andere Supermacht und in dessen Folge einen Bürgerkrieg hinter sich hatte.
Und über Nacht wurde aus der Null im Weißen Haus ein genialer Staatsmann. Seine Drohung ”Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns” ließ fast alle Staatschefs der Welt der Welt zu Kreuze kriechen. Die Medien wurden noch mehr gleichgeschaltet (immer wieder ist eine weitere Umdrehung möglich), und das Kriegsgeschrei wurde ohrenbetäubend.
Die erste Frage, die ich mir unmittelbar (und auch öffentlich) gestellt hatte, war: Cui bono. Und davon ausgehend: Sie müssen davon gewuβt haben. In unserem Dorf hörte ich am folgenden Tag verschiedene Stimmen: Nu får dom smaka på sin egen medicin (Nun bekommen sie ihre eigene Medizin zu kosten).- Hela mitt liv har jag väntad på detta (Mein ganzes Leben habe ich darauf gewartet). – Wenn die das mal nicht selber waren (ein alter Berliner). Wie die Reaktion der Milliarden Opfer der USA in der übrigen Welt war, lässt sich leicht denken.[21] In jedem Fall ist die wirkliche öffentliche Meinung dem Geschwätz in den Medien diametral entgegengesetzt. Im Nachhinein lässt sich meine oben gestellte Frage eindeutig beantworten: Genutzt hat der 11. September allein den USA und Israel – und natürlich Bush (und Sharon). Und: Der Krieg gegen Afghanistan ist mangels jedweden Beweises nicht nur illegal, sondern auch ein Verbrechen gegen die Menschheit und die Menschlichkeit (ebenso wie der Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung).
Man könnte die durchgängigen und systematisch ferngesteuerten Medienlügen mit einem Achselzucken übergehen, hätten sie nicht für alle Völker in der Welt entsetzliche Folgen. Denn unmerklich sind wir in ein System getrieben/gezogen worden, das ich nur als neu-faschistisch bezeichnen kann (die Neo-Faschisten sind ja nicht neu – die löffeln ja nur die alte, aufgewärmte braune Suppe). Ich denke, dass alle Indizien dafür sprechen.
a)      Eine alles beherrschende antisemitische und allgemein rassistische ”Ideologie”, deren (nicht unbedingt ausgesprochene) Grundlage die weißen, christlichen Wertmaßstäbe sind[22]
b)      Gleichschaltung der Medien in nie gekannten Ausmaß
c)      Durchsetzung des US-amerikanischen Kulturimperialismus
d)     Gleichschaltung der Opposition bzw. deren Kriminalisierung (FdgO-Gesetze, Rasterfahndung[23] , Trakassierung schwedischer und britischer Staatsbürger auf Befehl der USA[24], mehr als 1000 amerikanische Staatsbürger ohne Anklage verhaftet etc.)
e)      Gleichschaltung der Gewerkschaften. Sie sind derart korrupt und feige, dass es ihnen in 100 Jahren nicht gelungen ist, eine grundlegende Solidarität herzustellen, etwa gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Männer und Frauen und das Recht auf Arbeit (die Arbeitslosigkeit heutzutage ist eine Schande – sie ließe sich über Nacht lösen, würden die Überstunden abgeschafft werden).
f)       Ausschaltung der UNO und  des Völkerrechts
g)      Abschaffung bindender internationaler Verträge
h)      Abschaffung auch der formalen demokratischen Rechte[25]
i)        Beseitigung der nationalen Souveränität in den Mitgliedstaaten der EU[26]
j)        Ersetzung von Recht und Gesetz durch Willkür und nackte Gewalt des US-Imperialismus[27]
k)      Völlige Entmachtung und Überwachung des Individuums in den industrialisierten, westlichen Gesellschaften
l)        Die Gewinne sind in ungeahnte Höhen gestiegen, während die Löhne gesunken sind (USA und in der gesamten 3. Welt) oder nur unerheblich gestiegen sind
Wie ersichtlich, pfeift man auf die Symbolik des alten Faschismus, auch auf Massenparteien und auch auf Massenarmeen mitsamt den Aufmärschen, aus dem einfachen Grund, weil man das alles nicht mehr braucht oder weil es obsolet geworden ist (die Massenarmeen). Man kommt dennoch zu den gleichen Ergebnissen. Und man hat von der katholischen Kirche gelernt. Die hat auch immer darauf gepfiffen, ob jemand wirklich glaubt; wichtig allein war, dass man in der Kirche war und zahlte.
Entsprechend lässt man heute die Volksmassen ein bisschen grummeln und maulen, lässt sie ein bisschen demonstrieren, lässt ihnen die eine oder andere mediale Nische (ein paar Blättchen mit ein paar tausend Auflage oder einen Lokalsender, der nicht über das nächste Kuhdorf hinausreicht), vor allem aber lässt man ihnen ”Brot und Spiele”, wobei man allerdings immer öfter das Brot vergisst. Doch sobald eine Bewegung zu massenhaft und ihre Kritik zu gefährlich wird, zerschlägt und kriminalisiert man sie (s. Seattle, Göteborg, Davos, Genua etc.); sobald Führungspersönlichkeiten auftreten, die für die etablierten Mächte eine echte Herausforderung und damit eine Gefahr sind, inhaftiert, exiliert oder ermordet man sie (Lumumba, Mondlane, King, Malcolm X, Dutschke, Peltier etc.).
Diese Situation wird sich solange nicht ändern, wie man sich ihrer nicht bewusst wird, solange wir uns nicht der Gefährlichkeit des US-Imperialismus bewusst sind. Und die Gefährlichkeit der Bourgeoisie im allgemeinen und wo auch immer. Die Bourgeoisie ist heutzutage nicht mehr innovativ, sondern nur noch repressiv. Sie verrät ihren Ursprung, ihr Land, ihr Volk. Sie ist verrottet und sie ist bis ins Mark korrupt. Um das einzusehen und etwas dagegen zu tun brauchen wir nicht nur Bewusstsein, sondern auch Mut, Entschlossenheit und Solidarität, jene Tugenden also, die seit altersher in jeder Bewegung von unten ausschlaggebend waren. Solidarität nicht nur innerhalb einer Nation mit allen Entmachteten unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Religion, sondern auch Solidarität mit allen Völkern dieser Welt.
Zudem sollten wir etwa von Gandhi lernen, was der Schwache gegen den Starken vermag: Er muss ihn dort treffen, wo es ihm am empfindlichsten weh tut – am Geldbeutel. Wie damals in Indien alle englischen Waren boykottiert wurden, so müssen wir heute sowohl die US-amerikanischen als auch die israelischen Waren boykottieren. Unter dem Motto: Keinen Pfennig den US-amerikanischen und israelischen ”rogue” Regimen[28].

[1]             Es gibt durchaus bereits Stimmen, die das ähnlich sehen, z.B.:
Der Rufer in der Wüste schweigt - vergeblich war die Müh´ Der Faschismus kommt, der Bürger zieht sich mehr und mehr in seine heile Welt zurück und der Aktivist resigniert, schaut fasziniert/ungläubig zu oder seine Emotionen gehen mit ihm durch.
Noch nie ist ein faschistoides System mit so wenig Gegenwehr etabliert worden!
Diskussionsteilnehmer in Indymedia
[2]               Rogner & Bernhard, München 1995
[3]               Rasch & Röhring, Hamburg 1989
[4]               Heinrich Wuttke ”Die deutschen Zeitschriften und die Entstehung der öffentlichen Meinung. Ein Beitrag zur Geschichte des Zeitungswesens”, Leipzig 1866
[5]             Asked to give a toast before the prestigious New York Press Club in 1953,  John Swinton, the former Chief of Staff at the New York Times, made this  candid confession [it's worth noting that Swinton was called "The Dean of  His Profession" by other newsmen, who admired him greatly]:
”We are  intellectual prostitutes."
[6]             Siehe dieses aufschlußreiche  Interview mit Gore Vidal:
[7]             gleichzeitig der Titel seiner Memoiren
[8]             Rolf Winter, s.o. S.4
[9]             Rolf Winter, s.o. S. 130-131
[10]           Die vollständige Liste ist in The Guardian v. 12.,19. und 26. Juli 2001 zu finden.
[11]           Siehe vollständige Liste: Marxist-Leninist-Lists@lists.econ.utah.edu Richard Du Boff  ”Rogue Nation”: The US has established quite a notoriety, becoming the world's leading rogue nation as far as breaking international law is concerned. The article below recounts at least 22 ways (Vertragsbrüche) by which the US is living up to its reputation as the world's leading terrorist state……….
[12]           Brzezinski, Zbigniew ”The grand chessboard: American primacy and its geostrategic imperatives”, NY 1997
[13]           WEEKLY NEWSUPDATE ON THE AMERICAS ISSUE #555, SEPTEMBER 17, 2000 <wnu@igc.org>
[15]           Als einziger hat der kubanische President die  FTAA heftig kritisiert.
[16]            s. DIE WELT v. 07.12.01 Alle wuβten sie Bescheid, aber diese sensationelle Nachricht fuhrte zu nichts: In der gesamten europäischen Presse fand ich nur eine kleine Notiz in `Le Figaro´.
[17]           siehe Stan Goff  unter Fußnote 19 weiter unten
[18]       Schon einmal hat das Pentagon Terroranschläge auf die eigene Bevölkerung bis ins Detail geplant:
Is Pentagon Behind the 9-11 Terrorism? American Broadcasting Company (ABC)
http://abcnews.go.com/sections/us/DailyNews/jointchiefs_010501.h
http://groups.yahoo.com/group/InfoTimes/message/1234
FriendlyFire Book: U.S. MILITARY DRAFTED PLANS TO TERRORIZE U.S.CITIES TO PROVOKE WAR WITH CUBA
U.S. Terrorist General Lyman L. Lemnitzer, shown Jan. 9, 1957, was head of the U.S. Joint Chiefs of Staff at the time theplans were drawn up and presented to the U.S. Secretaryof Defense.
[19]           NARCO NEWS veröffentlichte am 10.10.2001 ”The So-Called Evidence Is a Farce” von  Stan Goff, der u.a. Militärwissenschaft an West Point unterrichtete. In dem Artikel widerlegt Stan Goff jeden einzelnen Punkt aller offiziellen Verlautbarungen aus Washington als blanke Lüge und puren Schwachsinn.
Eine weitere Widerlegung findet sich in dem Buch von Dr. Andreas von Bülow ”Im Namen des Staates – CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste” (München 2002). S.a. das interessante Interview mit v. Bülow in der ”Rote Fahne” v. 14.2.02
[21]           John Pilger skriver i ”Green Left” : One of Bush and Blair's oft-repeated lies is that “world opinion is with us”. No, it is not. Out of 30 countries surveyed by Gallup International, only in Israel and the United States does a majority of people agree that military attacks are preferable to pursuing justice non-violently through international law, however long it takes. That is the good news.
[22]           Der Rassismus ist auch in einem Land wie Schweden allgegenwärtig.  Alexandra Pascalidou  hat vollkommen Recht, wenn sie schreibt, daβ Demokratie und Rassismus unvereinbar sind (s. ihr  Buch ”Bortom mammas gata”).
[23]           Den tyska polisens systematiska "screening" (Rasterfahndung) av muslimska/arabiska och andra studenter som kan komma att misstänkas för "terrorism" fortsätter på högskolor och universitet.
[24]     Vem är krigsförbrytare? Talibanerna och de misstänkta al-Qaida-medlemmarna hålls fångna på den amerikanska basen "Camp X-Ray" på Kuba, utan att några bevis mot dem kunnat läggas fram. JOHN PILGER om rättslösheten i terrorkrigets spår
[25]   Siehe dieses aufschlußreiche  Interview mit Gore Vidal, 29.3.2001
[26]    Schweden etwa wird gezwungen, seine Jugend als Legionäre dem US-Imperialismus zur Verfügung zu stellen (s. Jan Myrdal fib 2/2002)
[27]    Howard Zinn, Corruption of Democracy and the War on Afghanistan                                                                                      
[28]         Ein Anfang wurde in Norwegen bereits gemacht. Siehe: Klassekampen mandag 25. februar, 2002
Hvem vil stoppe heleriet?
Den israelske staten har gjort oss til en nasjon av helere. Innimellom enkelte lovlig dyrkede Jaffa-appelsiner har israelerne i tiår eksportert oss tyvegods fra okkuperte og ulovlig beslaglagte palestinske områder, skriver Dag Øistein Endsjø.

Mittwoch, 20. September 2017

Trump droht Venezuela schon wieder

Stephen Lendman
"Der ist der Böse!" brüllt Trump. "Wir fordern Demokratie", sagt er und weiß nicht, was das ist.

19. September 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Am Montag Abend in New York drohte Trump Venezuela bei einem Abendessen, das er für harte rechtsradikale lateinamerikanische Offizielle veranstaltete.

Eingeladen waren unter anderem Brasiliens Staatsstreich-Präsident Michel Temer, der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos, der kolumbianische Präsident Juan Carlos Varela, der konservative panamaische Präsident Juan Carlos Varela und die argentinische Vize-Präsidentin Gabriela Michetti sowie deren Außenminister und andere Beamte. Die Situation in Venezuela ist "völlig inakzeptabel", brüllte Trump und fügte hinzu:

"Wir fordern die vollständige Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheiten in Venezuela, und wir wollen, dass dies sehr, sehr bald geschieht."

Er drohte mit unspezifizierten Aktionen, die er beabsichtigt und hat schon früher mit einer möglichen militärischen Option " gedroht. Er beschuldigte unverschämterweise Präsident Nicolas Maduro, sein eigenes Volk zu töten," bezeichnete seine Führung als "katastrophal" und deutete weitere feindliche US-Aktionen an.

Tatsache: Venezuela ist die Modelldemokratie der Hemisphäre, genau das Gegenteil von Amerikas Fantasy-Version.Tatsache: Washington führt einen wirtschaftlichen und politischen Krieg gegen das Land, es will die bolivarianische Soziale Demokratie zerstören, will, dass Venezuela zu seinen schlechten alten Zeiten zurückkehrt, dass Amerika die Kontrolle über seine riesigen Ölreserven gewinnt, die größten der Welt, dass es den verschwiegenen imperialen Preis gewinnt und das Land in einen weiteren US-Vasallenstaat verwandelt.

Der Narco-Terrorist und faschistische kolumbianische Führer, US-Favorit Juan Manuel Santos sagte albern:

Dienstag, 19. September 2017

Neue Post aus Russland vom 18. September 2017




Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


US-Russland Gespräche


Am Montag trafen sich Russlands Außenminister Sergei Lawrow und USAs Entsprechung Rex Tillerson in New York. Zuletzt trafen sie sich am 31. August.

Diesmal diskutierten sie 45 Minuten Syrien und die Ukraine. Keine Details wurden bekannt außer, dass es eine große Uneinigkeit gibt. Russland wird angeklagt, dass es kurdische Verbände bombardierte, die sich Deir Ez-Zor näherten, worauf Russland antwortete, dass ihre amerikanischen „Partner“ immer mindestens 2 Stunden zuvor gewarnt werden und danach informiert werden, welche Ziele gebombt wurden.

Bei einem Treffen in der vorigen Woche diskutierten auch Russlands und USAs Vizeaußenminister Sergei Rjabkow und Thomas Shannon bei einem Treffen in Helsingfors über eine eventuelle Erweiterung des Abkommens von 2010 über eine Abrüstung strategischer Waffen, bekannt unter „NEW START“. Ein neues Treffen in der gemeinsamen Kommission soll „in Bälde“ stattfinden. Laut dem „NEW START“ Abkommen soll die Anzahl der Sprengköpfe auf 1500 für beide Seiten reduziert werden und die Anzahl der Träger-Fahrzeuge auf 800 (Interkontinental-Roboter, U-Boote und Bomben für strategische Flugzeuge). Der Vertrag verpflichtet auch Moskau und Washington, Informationen über Atomwaffenlager auszutauschen.

Am heutigen Dienstag wird USAs Präsident Donald Trump in der UNO eine Rede halten über die „Reform“ dieser Organisation. Dreimal hat die USA jetzt gewarnt, Nordkorea anzugreifen. Die UN-Botschafterin der USA Nikki Haley sagte in dieser Woche, dass die UNO ihre Möglichkeiten erschöpft hätte und dass die Lösung jetzt dem Pentagon überlassen werden soll. [Na, dann liegt ja alles in den besten Händen. D. Ü.]

rt.com 12/9, ria-novosti 18/9

Dieser Kajman kann auch schwimmen.

Neue Waffen wurden beim Zapad-2017 Manöver getestet
Eine Reihe neuer Waffen und militärischer Ausrüstung, inkl. solcher, die gemeinsam von Russland und Weißrussland hergestellt wurden, wurden bei dem traditionellen Manöver Zapad-2017 getestet.

U. a. das Panzerfahrzeug Kajman, das mit einem Maschinen-Gewehr, Panzerabwehr-Robotersystem Sjersjen, dem Drohnen-System Moskit und dem Mehrfach-Abschuss-System Polonez bestückt ist.

Montag, 18. September 2017

Countercurrents runtergestuft und aus Nachrichtenfeeds entfernt

Binu hat Recht, wenn er meint, dass wir nur kollektiv erfolgreich sein können. Countercurrents ist der einzige große Newsletter aus der Dritten Welt mit vielen Stimmen, die wir bei uns nicht hören können. Also fordere ich euch auch auf, den Link zu empfehlen und zu verbreiten. Ich habe ja kürzlich auch schon berichtet, wie meine Seite manipuliert wird. Vor einem dreiviertel Jahr stieg die Zahl der Followers wöchtentlich um ca. 2 Leute an, jetzt sinkt sie kontinuierlich, genau wie die Zahl der Aufrufe.
Liebe Freunde,

Google hat Countercurrents. org heruntergestuft und aus seinem Newsfeed entfernt. CC wurde auch in den Suchrankings herabgestuft  Es geschieht mit fast allen alternativen Nachrichten-Websites. WSWS.org, eine seriöse sozialistische Website, hat einen Leitartikel geschrieben und führt eine Kampagne dagegen durch. Sie haben sogar an Google geschrieben. 

Können wir zulassen, dass wir aufhören? Wollen wir nicht, dass unsere alternativen Stimmen gehört werden? Ich werde nicht bei Google betteln. Ich weiß, die CC-Leser werden mir beistehen, um die Seite am Leben zu erhalten. 

Man sagt, teilen heißt sich kümmern. Jetzt ist es soweit, dass das Teilen Widerstand ist. Um Google und alle korporativen Medien-Manipulatoren zu schlagen, die die Stimmen der alternativen Medien ausschließen wollen, können wir eine Sache tun:  so viel wie möglich teilen. Leiten Sie den CC-Newsletter an so viele Personen wie möglich weiter. Ermutigen Sie sie, unseren Newsletter zu abonnieren. Gemeinsam KÖNNEN WIR SIE SCHLAGEN. 

Solidarität im Widerstand

Binu Mathew
Editor
Countercurrents. org
 
 
Dear Friends,

Google has downgraded Countercurrents.org and removed it from its news feed. CC has been downgraded in search rankings too.  It's happening to almost all of the alternative news websites. WSWS.org a respectable socialist website wrote an editorial, is running a campaign against it. They even wrote to Google. 

Can we take it lying down? Don't we want our alternative voices to be heard. I'm not going to beg to google. I know the CC readers will stand by it to keep it alive. 

They say sharing is caring. Now, it has come to a stage that sharing is resistance. To beat google and all the corporate media manipulators who want to shut the voices of alternative media, we can do one thing, share as much as possible. Forward CC news letter to as much people as possible. Encourage them to subscribe to our news letter. Together WE CAN BEAT them. 

In Solidarity in resistance

Binu Mathew
Editor
Countercurrents.org

Südkoreas Atomwaffenprogramm & Nordkorea will nicht so enden wie Libyen


Dieses Thema ist jetzt so wichtig, dass ich den Artikel komplett übernehme. Ich versuche außerdem, von der NK pro noch mehr über Südkoreas Atomprogramm zu erfahren.

Südkoreas Atomwaffenprogramm & Nordkorea will nicht so enden wie Libyen


Man schreibt heute sehr viel über Nordkoreas Atomwaffen. Über das seit Jahren betriebene Atomprogramm der Südkoreaner fällt dabei kein Wort!
Hier nun dazu eine kleine Abhandlung, die ein klein wenig dazu beitragen soll, zu verstehen, warum die Volksrepublik Nordkorea auch ihr Atomwaffen- nebst Raketenprogramm weiterentwickeln.
Auf jeden Fall wollen sie vermeiden, dass es ihnen so geht, wie weiland Libyen, das unter Gaddafi seine ganzen Atomwaffen- und anderen Waffensysteme freiwillig den USA übergeben hat, um seine “Friedfertigkeit” zu demonstrieren. Es nutzte ihm nichts.
Libyen wurde, wie wir alle wissen, vielleicht GERADE AUS DIESEM GRUNDE ANGEGRIFFEN, WEIL ES KEINE ATOMWAFFEN ZUR ABSCHRECKUNG EINES POTENTIELLEN AGGRESSOREN HATTE!
Einen Ausweg aus der heutigen gefährlichen Lage bietet der Vorschlag Chinas, Russlands und Nordkoreas, die US-Truppen aus Südkorea abzuziehen, die Militärmanöver der USA und ihrer Verbündeten vor den Küsten Nordkorea einzustellen, UM DANN DEM JAHRZEHNTEALTEN VORSCHLAG NORDKOREAS, ZUR SCHAFFUNG EINER ATOMWAFFEN FREIEN ZONE AUF DER KOREANISCHEN HALBINSEL EINZULEITEN.


Die Wahrheit über Südkoreas Entwicklung von Atomwaffen offengelegt

Aus dem Englischen: Brigitte Queck
6.September 2017

Das Institut für nationale Wiedervereinigung hat kürzlich ein ausführliches Memorandum veröffentlicht, in dem die Wahrheit über die geheimen Nuklearexperimente in Südkorea offen gelegt wurde. Dabei wurden die USA benannt, die diesen Plan ersonnen, betreut und ausgeführt haben.
Das Memorandum wies darauf hin, dass die südkoreanischen Politiker entgegen ihrer Mitteilung über ihre geheimen Nuklearexperimente, 4–Punkte Prinzipien zu ihren Nuklearaktivitäten entwickelt hätten. In der Zwischenzeit hätten sie eine Farce inszeniert, die zusätzliche Inspektionen durch die IAEA gestatten sollten.
Dies alles war darauf ausgerichtet, die öffentliche Meinung in Südkorea selbst als auch in der Welt zu beruhigen, um die Entwicklung von Atomwaffen zu verbergen.
Die Entwicklung von Atomwaffen in Südkorea sei von den südkoreanischen Politikern in den vergangenen 40 Jahren seit 1960 geheim gehalten worden. Die Entwicklung von Atomwaffen gehe auf die Militärregime von Chun Doo Hwan und Roh Tae Woo zurück. Bereits in den frühen 90 igern hatte Südkorea eine umfangreiche Forschung auf dem Gebiet der Kernenergie, eine Entwicklungsbasis und 20 umfangreiche Institute, die 15 000 Personen beschäftigten, darunter mehr als 1500 Forscher mit Doktortitel.
Das Taedok Forschungsgebiet, das sich auf einem Gebiet von über 8,4 Millionen Phyong erstreckt, befindet sich im südkoreanischen Taejon und wird als das Hauptquartier für die Entwicklung von Atomwaffen bezeichnet, was es auch in der Tat ist.

Tausende demonstrierten gegen Aurora 17


Entschuldigt, es war nicht meine Schuld, dass der Artikel plötzlich verschwand, sondern es war ein Meisterstreich von Blogger.

Hier kommt ein erstaunlich objektiver Bericht vom schwedischen Fernsehen. Die Polizei gab als Teilnahmerzahl 3500 an. Dann kann man annehmen, dass es noch mehr gewesen sind.


Tausende demonstrierten gegen Aurora 17

Valeria Helander
16. September 2017

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Sammlung auf dem Gustav Adolf Platz
Am Samstag fand eine große Demonstration in Göteborg gegen Aurora 17 statt, die großen Manöver, die gerade vor allem im Mälardalen [Fluss und Tal, an dem die Stadt liegt. D. Ü.], in Stockholm und um die Insel Gotland herum läuft. Mehrere Tausend Personen trotzten dem Regen und trafen sich, um ihre Unzufriedenheit zu zeigen.

Die Arrangeure waren 33 Organisationen und Parteien, die auf eine Teilnahme von 5000 gerechnet hatten. Angaben über die wirkliche Zahl gehen auseinander und die Schätzung der Polizei liegt bei
rund 3000 Leuten [Das halte ich auch für eine korrekte Angabe. D. Ü.]

Die Sammlung geschah auf dem Gustav Adolf Platz mit dem Ende auf dem Göta-Platz. Der Anlass der Demonstration ist das Manöver Aurora 17, das als schwedische Annäherung an den NATO angesehen wird.

 Das Video vom SVT sollte hier stehen, wird aber immer sofort wieder gelöscht. Ihr müsst halt hier auf den Link zur Original-Adresse klicken.

Ich bin hier, um gegen NATOs Kriegsübung in Schweden zu demonstrieren,“ sagt Sven Hellqvist, einer der Demonstranten.

Warum?“

Weil ich dagegen bin, dass Schweden Allianzen und Freundschaft mir kriegerischen Nationen eingeht,“ sagt Sven Hellqvist.

Um 14 Uhr begann der Marsch zum Götaplatsen. Davor wurden auf dem Gustav Adolf Platz Reden von Gudrun Schyman, Valter Mutt und Sven Wolter u. a. Gehalten.

Abschluss auf dem Göta-Platz (Foto: Kjell Martinsson) 
Auch Agneta Danielson und ihre Freundin Lena Nordberg waren auf dem Platz-

Wir sind hier, weil es eine große Schande und ein Skandal ist, dass Schweden überhaupt seine Haltung als allinanzfreier Staat in Frage stellt. Die ganze Zeit lässt man die NATO hier in unser neutrales Schweden herein und das muss ein Ende nehmen und deswegen bin ich hier,“ sagt Agneta Danielson.

Und ich bin für den Frieden. Und den kann es nicht geben mit solche Mänövern, wie sie die NATO hier in unserem neutralen Schweden durchführt,“ ergänzt Lena Nordberg.

Aurora 17 ist das größte Kriegsmanöver in Schweden seit 20 Jahren. Mehr als 20000 Mann werden teilnehmen und die USA kommen mit 1500 Soldaten.


Hier noch eine interessante Ergänzung – und zwar die Parolen, die auf einem kleinen Zettel jedem in die Hand gegeben und auch eifrig gerufen wurden, vor allem die erste Parole, die eigentlich auf Tucholsky zurückgeht:

  • Nicht ein Soldat, nicht ein Gewehr, nicht eine Krone für NATOs Militär.
  • Nein zur NATO, nein zum Krieg, ist für alle Menschen der beste Schirm.
  • Hört auf mit dem US-Gekrieche, wir wollen nicht der NATO Krieg.
  • Internationale Solidarität erfordert Schwedens Allianzfreiheit.
  • Nehmt Abstand von der NATO, gebt dem Frieden eine Chance,
    zerstört deren Kriegsallianz.
  • NATO raus aus Schweden, Schweden raus aus der NATO.
  • Frieden und Freiheit ist unsere Wahl, zerreißt das Gastabkommen.
  • Was sollen wir tun?
Aurora stoppen!
Was sollen wir tun?
Aurora stoppen!
Wann? Jetzt! Wann? Jetzt!
Wann? Wann? Wann?
Jetzt! Jetzt! Jetzt!



Donnerstag, 14. September 2017

Marokkos Rebellionen und zwei bedeutende Frauen



Vijay Prashad

12. September 2017


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Nicht weit von Rabats Bahnhof hält eine kleine Gruppe von Demonstranten marokkanische Fahnen hoch und singt für ihr Leben. Sie besteht aus einer Familie von Bauern, die ihr Land verloren hat. Sie sind Rebellen im Namen des Königs, den sie um Abhilfe bitten. „Wenn der König nur von unserer Situation wüsste,“ sagt einer der Männer. Vorübergehende umstehen die Gruppe. Auch Polizisten. Sie sind verwirrt. Nach ein paar Stunden sammeln die Bauern ihre Sachen zusammen. Sie gehen zum Bahnhof. Es ist vorüber.

Foto von Jochen Frey CC BY 2.0
Der Palast von Mohammed VI, König von Marokko seit 1999, liegt nicht weit vom Bahnhof. Aber der König ist nicht zuhause. Er ist auch in keinem seiner 12 Paläste in großen Städten wie Casablance, Fez oder Meknes (der tägliche Unterhalt dieser Paläste beträgt mehr als 1 Mill. $). Die Nachrichten sagen, dass er dort ist, wo seine Leidenschaft liegt – beim Jetski fahren weit weg von Marokko.

Touristen kommen nicht oft nach al-Hoceima, das zwischen dem Mittelmeer und den Rifbergen liegt. Es ist vor allem ein Fischerort mit eingestreuter alter spanischer Architektur versteckt hinter modernen Bauten. Im vergangenen Oktober konfiszierte die Polizei ein paar Fische des Marokkaners Mouchine Fikri, ein 31-jähriger Fischhändler, und warf sie in die Abfallpresse. Fikri sprang hinterher, um die Fische zu retten. Er wurde von der Maschine getötet. Die Menschen betrachteten dies als weiteres Beispiel von hogra – der täglichen Erniedrigung von Menschen wie sie selbst durch die makhzen (die königliche Familie und ihr militärisches Establishment sowie die Landbesitzer und Geschäftsleute). Wütende Rebellionen explodierten im Rif.

Hitzige Rebellionen

Regelmäßige Proteste breiteten sich von al-Hoceima auf andere Städtchen und Großstädte in ganz Marokko aus.

al-Hoceima

Diese Demonstrationen richten sich nicht gegen die Regierung. Sie werden von den makhzen gefürchtet. Die Regierung schwankte zwischen Verhaftung der Führer der Proteste und Erfüllung ihrer Forderungen. Die Verhaftungen der Führer der al-Hirak al-Sha‘abi (Volksbewegung) – Nasser Zefzafi, Najib Ahamjik und Silya Ziani – ärgerten die Öffentlichkeit mehr als dass sie sie einschüchterten. 50000 Menschen marschierten durch Rabat am 11. Juni. Das war der größte Protest in der Stadt seit dem 20. Februar der Bewegung von 2011 (als Teil des arabischen Frühlings).

Es ist schw
er, nicht in Erstaunen über Marokkos Geschichte zu geraten. Im Labyrinth der Medina von Fez liegt die Al-Karouine Universität, die 859 n. u. Z. von Fatima al-Fihri gegründet wurde [über 100 Jahre vor der ersten Uni in Europa in Parma und über 500 Jahre vor der 1. Uni in Deutschland! D. Ü.]. Diese Tochter eines reichen Händlers legte ihr Geld in einen Ort der Gelehrsamkeit an, der solche Koryphäen wie Ibn Chaldun (arab. Historiker), Moses Maimonides (andalusisch-jüdischer Philosoph) und Leo Africanus (Geograph aus Marokko) hervorbrachte. Uralte Manuskripte liegen in ihrer Bibliothek.

Es ist ein Trost, dass die Zerstörungen, die Mosul zerrissen haben, dessen große Bibliothek von der IS zerstört wurde, nicht zu diesem Juwel kommen wird. Vielmehr ist Nachlässigkeit der Schädling. Vor der Universität fließt der Fluss Fez, der mehr Abwässer von den Gerbereien als frisches Wasser führt.
Die Architektin für seine Restauration Aziza Chaouni, nennt ihre Stadt eine „lebende Stadt“, nicht nur eine Stadt für Touristen, sondern für die Million Menschen, die sie bewohnen. [Der gute Vijay Prashad ist nicht ganz up-to-date. Dieser Architektin ist es gegen großen Widerstand gelungen, den Fluss und die öffentlichen Plätze der Altstadt, inzwischen zum Weltkulturerbe ernannt, mit dem größten Fußgängernetz der Welt zu retten und enorm zu verschönern. Und dazu gibt es sogar einen Film, den ihr hier mit deutschen Untertexten anschauen könnt. D. Ü.]




Chinesische Anwesenheit
Marokkos Behörden befürchten, dass die Hirak Proteste dem Tourismus schaden könnten – dem wichtigsten Devisen-Bringer. Die Regierung möchte gerne, dass 20 Millionen Touristen, das doppelte der gegenwärtigen Zahl, in das Land kommen. Die Zahl der westlichen Touris sinkt. Hingegen ist die Zahl der chinesischen Touristen gestiegen. Man kann überall chinesischen Touristen begegnen - in den Medinas der Altstädte und in der Haschisch-Zone der blauen Stadt Chefchaouen (70 % des Haschisch kommt aus Marokko).


Chefchaouen - die blaue Stadt
Armut und hogra und auch die staatlich unterstützten radikalen Kleriker haben die Tür geöffnet für den Zorn, um von Massenprotesten zu Terror-Aktionen überzugehen.
Der IS Bombenhersteller Najim Laachraoui, der bei einem Selbstmordattentat am Brüsseler Flughafen starb, kam aus Ajdir (Marokko) ebenso wie die Pariser Attentäter Salah Abdeslam, Brahim Abdeslam und Abdelhamid Abaaoud. Im Juni deckten die Behörden in Marokko in der südlichen Küstenstadt Essaouira eine ISIS-Zelle auf.

Hirak hat die grundlegenden Bedürfnisse der Marokkaner offengelegt: Würde, Gesundheit, Erziehung und Zugang zu Trinkwasser. Genau dies ist das Gegenmittel gegen die IS. Vernachlässigung der Bevölkerung droht, sie in die Arme des ansteckenden Radikalismus zu treiben, der in Marokko nur schwer Wurzeln schlägt.

Aber: Einer der bedeutendsten Absolventen der Uni Al-Karouine war Abd el-Krim, der Gründer des modernen Guerilla-Krieges [Ich muss Vijay korrigieren. Begründer der Guerilla, was kleiner Krieg heißt, war das spanische Volk gegen die Besatzung Napoleons. d. Ü.] Krims Rebellion im Rif von 1921 – 1926 vernichtete die viel stärkere spanische Armee. Aber er wurde am Ende gefangen genommen und ins Exil nach Ägypten geschickt. Seine Forderungen waren ebenso elementar: für die Würde und den Lebensunterhalt. Sie sind noch nicht eingelöst. Sie sind wieder auf den Tisch gelegt worden.




Weitere Artikel von: Vijay Prashad 
und sein neuestes Buch heißt: ‚No Free Left: The Futures of Indian Communism“ (New Delhi: Left Word Books, 2015)

Quelle - källa - source

Montag, 11. September 2017

Neue Post aus Russland vom 11. September 2017



Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth



Ein gewisser Fortschritt für die Opposition


Am Wochenende wurden in 82 von Russlands 85 Föderationen Wahlen abgehalten. 16 Regionen wählten Gouverneure, 11 regionale Parlamente und die übrigen wählten örtliche beschließende Versammlungen. Insgesamt sind 88 000 Kandidaten von den Wählern beurteilt worden.

Laut dem Nachrichtenbüro Ria-novosti sind noch keine Unregelmäßigkeiten registriert worden, aber die Opposition behauptet natürlich, dass die amtierenden Machthaber ihre sog. administrativen Ressourcen ausgenutzt haben. U. a. verweisen sie auf die Anzahl „Wohnungswähler“ (Kranke und Invaliden, die nicht zum Wahllokal kommen können) in Moskau, die viermal höher ist als im Vorjahr.

Die Wahlteilnahme war allgemein niedrig. In Moskau hatten um 18 Uhr nur 12 % gewählt. In den Regionen wurde die niedrigste Zahl in Wladiwostok registriert (12,65 %) und die höchste in Tjerkessk (56,93 %). In manchen Regionen u. a. Swerdlowsk wurde eine höhere Teilnahme notiert als früher.

Die größte Überraschung ist, dass es der „demokratischen Opposition“, die in Moskau von Dmitri Gudkow organisiert wird, dem früheren Duma-Mitglied für „Gerechtes Russland“, gelang, einige Vertreter in die örtlichen Versammlungen zu bringen.

Ca. 1000 Kandidaten der Opposition haben sich um 1502 Plätze beworben. Gleichzeitig notierte man ungewöhnlich viele Kandidaten unter 35 Jahren (32 % gegenüber 25 % 2012). Ilja Jaschin, Führer der außerparlamentarischen „Solidarität“ erklärte, dass er in seinem Wahlkreis in Moskau gewonnen habe.
Dmitri Gudkow behauptet, dass 190 Oppositionskandidaten gewählt wurde und in mehreren Regionen der Hauptstadt die Majorität gewannen.

Insgesamt siegte das Vereinte Russland selbst in der Hauptstadt mit 76 %, gefolgt von Jabloko mit 11.72 % und der Rest verteilte sich auf eine Reihe von Parteien, vor allem die Kommunistische Partei, berichtete TASS.

Im Kreml notierte man zufrieden, dass alle neuen Gouverneure, die mit Unterstützung der Regierung aufgestellt wurden, gesiegt haben.
http://www.newsru.com/russia/11sep2017/erfilter.html

Putin und Abe auf dem Forum im Osten




Östliches Wirtschaftsforum
Russlands Präsident Wladimir Putin und Japans Premier Shinzo Abe trafen sich am Donnerstag zum 19. Mal auf dem üblichen ökonomischen Forum, das in Wladiwostok mit Gästen aus 60 Ländern abgehalten wurde.

Putin konnte konstatieren, dass das ökonomische Wachstum im russischen Fernen Osten den Durchschnitt in Russland übertroffen hat. Die Investitionen stiegen mit 20 % im ersten Halbjahr d. J.

Eine Reihe großer Industrieprojekte sind im russischen Fernen Osten dazugekommen, u. a. Die Schiffswerft Zwesda und ein gas-chemisches Kombinat in der Amur-Region. Die Kommunikationen sind verbessert wurden durch die Modernisierung von BAM und der Transsibirischen Eisenbahn und dem erhöhten Verkehr durch die Nordost-Passage. Jetzt wird überlegt, ob man eine Verlängerimg der Bahn nach Sachalin bauen soll.

Die ökonomische Zusammenarbeit wird begünstigt durch neue großzügigere Visumbestimmungen. U. a. sind 13 000 Visa ausgefertigt worden für die Gäste des Forums auf elektronischem Weg. Personen, die 10 Mill. Dollar  oder mehr investieren, erhalten automatisch die russische Staatsbürgerschaft. Für richtig große Investitionen (über 100 Mrd. Rubel) wird Steuerfreiheit bis zu 19 Jahren bewilligt. [Na, da werden sich bestimmt eine Reihe von Kapitalistensäcken melden. D. Ü.]
Japans Shinzo Abe nannte das Treffen „historisch“ und es wird wie gewöhnlich spekuliert, dass die Partner zu einer Lösung des zähen Zwistes um die vier Kurileninseln gelangt sind.

Abe und Putin treffen sich wieder im November auf der APEC-Konferenz in Vietnam. APEC steht für die Asia-Pacific-Economic Cooperation, eine Organisation mit 21 Mitgliedern, u. a. USA, Japan, China und Russland. Seit Taiwan auch dabei ist, werden die Mitglieder teilnehmende Ökonomien genannt und nicht „teilnehmende Länder“, da Taiwan ein Teil Chinas ist.
Kremlin.ru, Tass vom 7/9